Trilingualer Unterricht der Klassen 6 und 7/Kurzinformation


Zur ausführlichen Dokumentation zum Trilingualen Projekt



Seit dem Schuljahr 2000/01 bietet die DST den Schülerinnen und Schülern der Klassen 6 und 7 in einem einzigartigen Projekt die Möglichkeit, den Unterricht in Kunst, Sport und Musik in drei Sprachen und mit internationalen Partnern zu erleben.

Wie funktioniert dieser trilinguale Unterricht und welches sind seine Ziele?

Schülerinnen und Schüler der Klasse 6 der DS Toulouse und der beiden 6ème-Klassen des Collège Victor Hugo mit seinem britischen Zweig "English 31" - alle im Lycée International untergebracht - werden zu drei sprachlich gemischten Gruppen zusammengesetzt. Das Gleiche gilt für die Jahrgangsstufe 7.

In dieser internationalen Zusammensetzung werden sie in den Fächern Sport, Kunst und Musik jeweils ein Drittel des Schuljahres von einer englischsprachigen, französischsprachigen und deutschsprachigen Lehrkraft unterrichtet.

In Klasse 6 werden alle drei Fächer zweistündig trilingual (d.h. nach dem zuvor beschriebenen Muster) unterrichtet.

Für die Klasse 7 gilt folgende Regelung:

  • Sport: 2 Stunden trilingual entsprechend Klasse 6.
  • Kunst/Musik: eine trilinguale Arbeitsphase, die sich über mehrere Wochen erstreckt, ansonsten 2 Stunden pro Woche auf Deutsch bei der Kunstlehrerin bzw. bei dem Musiklehrer der DST.

Eines der wichtigsten Ziele ist es, den Schülern unterschiedlicher Nationalität, die sich das Schulgebäude teilen, den Kontakt untereinander zu ermöglichen, der sich trotz räumlicher Nachbarschaft im gleichen Schulhaus nicht "von selbst" ergibt.

Außerdem soll die einmalige Chance genutzt werden, dass jedes Kind drei national unterschiedliche Unterrichtsstile kennen lernen kann - und dies ohne einen Auslandsaufenthalt, ohne eine Austauschfahrt, ja sogar ohne ein Verlassen des Schulhauses !

Wesentlich ist zudem die Nutzung der Möglichkeit, die bereits erworbenen Fremdsprachenkenntnisse anzuwenden und zu erweitern. So sind die Sechst- und Siebtklässer der DST gefordert, einen großen Teil ihres Unterrichts in den drei betroffenen Fächern auf Französisch und Englisch zu bestreiten - in der Realität kommt es natürlich vor, dass eine Schülerin ihrem erst kürzlich in Toulouse angekommenen Tischnachbarn übersetzen muss (und darf!), was der neue Musiklehrer Monsieur Limousis "da gerade gesagt hat". Aber: man hilft sich gegenseitig und schafft es klarzukommen mit dem, was man im Französisch- und Englischunterricht gelernt hat - dies ist sicher eine der wichtigsten Erfahrungen, die die Kinder mitnehmen können.

Schon sind es über 600 Schülerinnen und Schüler, die von diesem Angebot profitiert haben. Sie haben gemeinsam im Unterricht gearbeitet, Konzerte gegeben, Kunstausstellungen vorbereitet, Opern besucht, Sport getrieben, brasilianische Batucada-Percussion gespielt. Das blieb nicht ohne positive Folgen für die Atmosphäre im Lycée International: man kennt sich und grüßt die "Trili"-Lehrer auf den Gängen in ihrer Sprache, ehemalige "Trilis" vom Collège sangen auch schon im Chor der DST mit und einige im "Trili"-Unterricht geknüpfte Freundschaften haben auch über die 7. Klasse hinaus Bestand.

Alles in Allem ist der trilinguale Unterricht, der auch als altersgerechter Einstieg in internationale Zusammenarbeit gesehen werden kann, nicht mehr aus dem Alltag der DST wegzudenken.