Klassenfahrt der 6. und 7. Klasse

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Nur 100 Meter zum Strand, blauer Himmel, warmes Wetter, mit den Freunden im eigenen Bungalow in der Ferienanlage: besser kann eine Klassenreise nicht starten. Vom ersten Tag an genossen die Klassen 6 und 7 ihren Aufenthalt vom 6. bis zum 9. Juni in Port Leucate am Mittelmeer. Wir Lehrer mussten uns keine Sorgen machen, dass Langeweile aufkommen könnte. Den sportbegeisterten Jungs ging auch nach vielen Stunden Fußball, Rugby oder Volleyball nicht die Puste aus. Am ersten Tag wanderten wir nachmittags am Strand entlang zu einem alten Schiff und belohnten uns danach mit erstem Baden. Zur Erfrischung lockte das bereits (fast) warme Meer, Jungen und Mädchen ließen sich von den Wellen treiben oder tobten im Wasser. 
Ökologie-Unterricht ungewohnter Art erfolgte an zwei Vormittagen durch französische Anleiter. Die Schüler beobachteten Vögel, Frösche und Fische an einem kleinen Teich in einem Naturschutzgebiet und sammelten am Strand Meeresgetier aller Art.
Höhepunkt der Klassenfahrt war der Segelkurs für Anfänger, der an den zwei folgenden Nachmittagen stattfand. Je zwei Schüler teilten sich einen Katamaran. Schwimmweste an, Segelleine in die Hand, fester Griff ans Steuerruder – und schon ging’s los. Der Wind machte besonders am ersten Nachmittag mit, alle lernten sehr schnell, wie man die Richtung wechselt, Fahrt aufnimmt und den Gegner bei der abschließenden Regatta stolz überholt. Die französischen Segellehrer lobten unsere Schüler für deren Einsatzbereitschaft und machten sich immer wieder den Spaß, mit ihren Motorbooten in voller Fahrt dicht an den Seglern vorbeizurasen. Die Schreie besonders der Mädchen habe ich immer noch im Ohr, wenn die Bugwelle ihre Boote erfasste und kräftig ins Schaukeln brachte. 
Für kindgerechtes Essen zur Stärkung nach den Aktivitäten war gesorgt, wir konnten meistens auf der großen Terrasse draußen essen. Am letzten Abend wussten die Jungen endlich, warum die Mädchen so große Koffer dabeihatten: Damit genug Platz für Abendkleidung und Schminke da ist. Denn Freiluft-Disco war angesagt. Ein großes Vergnügen für alle, auch wenn zwischendurch der Fußball über die Tanzfläche rollte (manche Jungen konnten’s einfach nicht lassen) und wir die Lautstärke der Musik dämpfen mussten, damit die anderen Gäste nicht gestört werden. Und danach? Hier schweigen wir Lehrer höflich. Trotz strengster Kontrollgänge gelang es uns nachts einfach nicht, Schleichbewegungen zwischen den Bungalows der Schüler zu verhindern.
Immerhin hörten wir immer wieder Gekicher, lustig scheint es gewesen zu sein. Die Folge war, dass das Sportturnier am letzten Vormittag mit etwas müden Gestalten begann. Aber es wurde dann doch noch spannend zu erleben, wer das schnellste Reaktionsvermögen hat oder flach über den Strand robben kann. Die beste Haltungsnote bekam dabei Herr Voigt.
Die Rückfahrt im Bus verlief deutlich ruhiger als die Hinfahrt. Träumten da etwa einige Schüler von nächtlichen Abenteuern? Wir Lehrer werden es nie erfahren.
Lutz Lenz
im Namen der Begleiter Herrn Voigt,
Frau Grimm und Frau Gallwitz

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