Meeresbiologische Exkursion 2015

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Rückblickende Eindrücke           

Der Bus kreiselt sich am Samstagnachmittag aus Girona heraus auf die Autovia Richtung Frankreich. Einige Teilnehmer spielen Karten, andere schauen aus dem Fenster, wieder andere spielen mit ihren elektronischen Endgeräten. Diese Lebensretter. Der Jahrgang 11 möchte einige Eindrücke dieser Exkursion mit der Leserschaft der Homepage teilen.
Künstliche Befruchtung steht auf dem Programm. Touristen stehen am Strand und beobachten argwöhnisch eine Horde Toulouser Schüler die zur Hälfte mit Neopren bestückt am Strand nach Seeigeln taucht. Die andere Hälfte erwartet die Beute am Strand. Wie Trophäen werden die Stachelhäuter aus dem Mittelmeer empor gestreckt und dann am Strand den mit Baumarkthandschuhen ausgestatteten Mitschülern übergeben. Dort wird selektiert. Zwischendurch schauen zwei 4-jährige in die Kisten. Keine Zeit für Erklärungen oder Rechtfertigungen. Die Tiere werden umgedreht. Die, die es nicht schaffen sich zurück auf den Mund zu setzen, sind bestimmt ihre Keimzellen zu opfern.
Dann scheinen die Schnorchler noch einen Oktopus gesichtet zu haben, denn die Anlieferung mit potentiellem Gonadeninhalt bricht plötzlich ab und es bildet sich ein Kreis Schnorchel im flachen Wasser. Wieder an Land werden die Seeigel auf den 'Pott' gesetzt und zur Spermienabgabe, bzw. zur Eizellenspende genötigt. Es wird geschüttelt, beträufelt und gewartet. Ungeduld und Enttäuschung ist vernehmbar. 'Das wird nichts.' 'Nun mach schon!' Und dann, auf einmal, ein erleichtertes 'Ahhh' und 'Jaaa' aus 16 Mündern, welches die Keimzellenabgabe der Seeigel in entweder leuchtendem Rot oder sahnigem Weiß begleitet. Ein voller Erfolg, wie alle vorherigen und nachfolgenden Versuche und Experimente. Muchas Gracias Urchinas (wäre schön für diesen Reim, wenn Seeigel auf Spanisch so hießen. Tun sie aber nicht).
Auf dem Innenhof des Hotels schaukelt eine russische Familie die kleine Tochter bzw. Enkeltochter auf dem Minispielplatz. Direkt daneben werden Katzenhaie seziert. 3 Weibchen und 1 Männchen dienen als hervorragende Exemplare um das Innenleben eines Wirbeltieres zu erkunden. Das Herz liegt frei. So groß wie das Köpfchen eines Gummibärchens. Nur nicht durchsichtig. Die Sezierenden positionieren ihr Smartphone neben der Sezierwanne. Alle wichtigen Arbeitsschritte wurden bis zu diesem Zeitpunkt fotografiert.

Nun trifft eine Nachricht ein. Peep Peep. Ein Aufschrei. Ein Tumult. Ein erneuter Rundpulk formiert sich um die Wanne. ES LEBT. 'Nun können wir es doch Joachim nennen.' 'Aber es ist doch eine Sie.' 'Ach ja. Egal.' Und tatsächlich. Das kleine Herzchen von Joachim schlägt. Die eintreffende Nachricht hat es vollbracht, das Katzenhaiherz für ca. 2 Minuten wiederzubeleben. Viel zu durchbluten gibt es jedoch nicht mehr. Alle Innereien ruhen bereits neben dem Fisch.
Was war das für eine Nachricht?

Auch die Flora und Fauna an der Küste des Mittelmerraumes standen auf dem Programm. Hier ein Skorpion, der auf der Wanderung bei Solius in seiner Ruhe gestört wurde.

Der Kurs möchte sich an dieser Stelle auch für die tollen Dienste des Busfahrers bedanken. Hasta la proxima vez.

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