Auf den Anfang kommt es an

Deutsch

Der Übergang von der Familie in die Kindertagesstätte

Transparenz und wechselseitige Informationen sind unabdingbar, um die Erziehungspartnerschaft zwischen Ihnen und uns mit Leben zu füllen.

Diesbezüglich möchten wir Ihnen hiermit einen kleinen Überblick darüber geben, wie wir unsere pädagogische Arbeit in den letzten Wochen gestaltet haben.

Der Tagesablauf in unserer Einrichtung ist ein Wechsel von freier Beschäftigung mit selbst gewählten Tätigkeiten der Kinder und dem Zusammenfinden der ganzen Gruppe zum gemeinsamen und gruppenübergreifenden Frühstück, zum Mittagessen und zum Sing- und Spielkreis. Die wiederkehrenden Abläufe geben den Kindern in kurzer Zeit sichere Orientierung und Halt. Mehrmals am Tag beschäftigen sie sich mit ihren individuellen Themen, setzen sich mit anderen Kindern auseinander und widmen sich ihren Interessen.

Eingebunden in diesen strukturierten Tagesablauf, der den Kindern Sicherheit und Geborgenheit bietet, ist jedoch auch Platz und Raum für situationsorientiertes Handeln. Uns ist wichtig, flexibel zu sein, die Bedürfnisse der Kinder aufzugreifen und den spontanen Wissensdrang der Kinder zu befriedigen. Unser Ziel ist es somit, die momentane Entwicklungsaufgabe eines jeden Kindes zu berücksichtigen.

Im „Freispiel“ nutzen wir weiterhin die Gelegenheit, einzelne Kinder ganz gezielt und systematisch, von unterschiedlichen pädagogischen Fachkräften, zu beobachten. Diese Dokumentation ist die Grundlage dafür, den individuellen Entwicklungstand des einzelnen Kindes und die aktuelle Interessen- und Bedürfnislage der Gruppe zu erfassen, um somit die pädagogische Arbeit besser darauf abstimmen zu können.

Diesbezüglich haben wir ganz gezielte „Kleingruppen“ gebildet, die sich über einen Zeitraum von 4 Wochen mit unterschiedlichen Themen befasst haben.


Das sind:

  • Rituale und strukturierte Abläufe im Kindergartenalltag
  • Gesundheitserziehung im Elementarbereich- Die Bedeutung des Zähneputzens und Händewaschens.
  • Die „Fitmachergruppe“ – Gesunde Ernährung im Kindergarten.
  • Das „Kochatelier“

Im Folgenden möchten wir die unterschiedlichen Kleingruppen kurz beschreiben:


1. Rituale und strukturierte Abläufe im Kindergartenalltag

„Warum sind gerade Rituale und klare Abläufe im Kindergartenalltag so wichtig?“

Sie ordnen und strukturieren den Tagesablauf und geben Sicherheit und Orientierung.

Wir nutzen die Kraft der Rituale z. B. bei der Verabschiedung der Eltern am Morgen, bei der Sauberkeitserziehung, beim Aufräumen und bei Ängsten und Unsicherheiten der Kinder. Zudem schenken Rituale Geborgenheit, helfen Gefühle ausdrücken, fördern die Selbständigkeit, machen Regeln akzeptierbar, setzen Grenzen und schaffen Ordnung und Kontinuität.


Ziele dieser Kleingruppenarbeit waren:

1. Kennenlernen verschiedener Regeln und Rituale im täglichen Miteinander

  • Aufräumen des Garderobenplatzes
  • die morgendliche Begrüßung
  • das Aufräumen der Spielsachen
  • den eigenen Geburtstag als einmalig und unverwechselbar wahrzunehmen, usw.

2. Die Kinder sollen erfahren, Verantwortung für sich und den anderen zu übernehmen

  • Abmelden beim Verlassen des Gruppenraumes
  • Aufsuchen einer Funktionsecke z.B. Bauecke durch Kennzeichnung mittels seines Namenschildes, usw.

3. Beziehung und Zusammenhänge zwischen dem eigenen Verhalten und dem Verhalten des Anderen zu erkennen

  • Der morgendliche Ablösungsprozess des Einzelnen verläuft unterschiedlich. Wie kann ich durch mein eigenes Verhalten positiv eingreifen?
  • das „Gebaute“ auf dem Bauteppich darf man auch mal stehenlassen, usw.

4. Die Kinder sollen erfahren, dass Gewohnheiten und wiederkehrende Handlungsweisen Sicherheit geben und ihr eigenes Selbstbewusstsein stärken.

  • Aufteilung der Kinder in die „Älteren- die Grashüpfer“ und die „Jüngeren- die Ameisen“
  • Aufstellung der Kinder in Zweierreihen, die Älteren übernehmen die Verantwortung für die Jüngeren, usw.

 

Praktische Umsetzung:

  • Bilderbuchbetrachtung: „ Wie sieht ein gewöhnlicher Kindergartenalltag aus?“
  • Das Üben des An– und Ausziehens der Jacken und Schuhe
  • Das Aufräumen des eigenen Garderobenplatzes
  • Das Aufstellen in „Zweierreihen“ und „Schlangenbildung“
  • Das Kennenlernen des oberen Schulgebäudes und der Besuch der „Fuchsgruppe“
  • Die Zuordnung: „Grashüpfer“ und „Ameise“.

2. Gesundheitserziehung im Elementarbereich- Die Bedeutung des Zähneputzens und Händewaschens.

In unserer Kleingruppe haben wir mit den Kindern über die Bedeutung vom Händewaschen und dem Zähneputzen gesprochen. Wann waschen wir uns die Hände? Wie waschen wir uns die Hände und warum? Dabei haben wir auch besprochen, wie wichtig es ist, sparsam mit Wasser umzugehen.

Wir waschen uns nach der Toilette und vor dem Essen die HÄNDE.
Nous nous lavons les MAINS après les toilettes et avant le repas.

„Wir waschen unsere Hände nach der Toilette und vor dem Essen“ und „Wir gehen sparsam mit Wasser um“, sind zwei unserer Kindergarten-Regeln, die bildlich dargestellt sind. Die Kinder durften sie ausmalen und in ihre Regelmappe ablegen.

3. Die „Fitmachergruppe“ – Gesunde Ernährung im Kindergarten.

In unserer Kleingruppe FITMACHER haben wir uns mit den Lebensmitteln beschäftigt, die gut für unseren Körper sind, die uns Energie für den langen Kindergartentag schenken und uns wohlfühlen lassen.
Zuerst gab es eine kleine Einführung über Lebensmittelbilder, mit denen wir viele offene Fragen besprechen konnten:

 

  • Warum müssen wir viel Wasser trinken?
  • Wieso sind Obst und Gemüse gesund?
  • Warum sollten wir darauf achten, nicht so viel Fettiges oder Süßes am Tag zu essen?

Praktische Umsetzung: Um die Wichtigkeit der unterschiedlichen Tagesbedarfe an Lebensmitteln zu erklären, haben wir eine Lebensmittelpyramide gebaut!
Ganz unten unser Fundament, was der Körper an Flüssigkeit und Nahrung gut und viel braucht, haben wir auf einer grünen Platte angeordnet:
Wasser, Getreideprodukte, Kartoffeln, Gemüse und Obst sind ideale Sattmacher!
Ebenfalls wichtig, jedoch in geringerer Menge haben wir die Lebensmittel auf einem gelben Untergrund angeordnet: Milch, Käse, Jogurt (Natur), magere Wurst – sowie Fleischprodukte.
Bei Fett und Süßem zeigt die Pyramidenspitze rot, hier sind nur geringe Mengen am Tag erlaubt, damit unser Körper fit und gesund bleibt: Schokolade, Bonbons, alles Frittierte, Chips und Cola.

Am 2. Tag waren wir „Zuckerdetektive“.

 

Ist Zucker ein „Fitmacher“ oder ein „Schlappmacher“?

Süßigkeiten essen wir alle gern! Das ist klar und auch mal erlaubt!
Aber zu viel Zucker macht unseren Körper schlapp und müde. Er ist ein richtiger Räuber, der unsere Energie nimmt. Und eigentlich wollen wir doch springen, laufen, tanzen und mit gesunden Zähnen lachen!
Wichtig ist für uns also: Wir dürfen naschen, aber in Maßen!
Eine Handvoll am Tag soll uns genügen!
Aber nicht nur Süßigkeiten sind voller Zucker, auch Lebensmittel bei denen man es gar nicht denkt, und meint, sie sind gesund für uns! Deswegen haben wir uns auf die Suche nach dem „Energieräuber“ gemacht und mächtig dabei gestaunt, dass z.B. ein Kinderjogurt mit Geschmack 7 Würfelzucker in einem Becher hat.

Am 3. Kleingruppentag haben wir besprochen, was wir frühstücken und haben dabei einen Blick in unsere Brotdosen gemacht! Die Kinder durften sich grüne, gelbe und rote Aufkleber auf ihre Frühstücksdosen kleben und es wurde deutlich, dass die allermeisten Kinder schon richtige „Fitmacher – Profis“ sind!


4. Das „Kochatelier“

Die Kleingruppe „Kochatelier“ thematisierte ebenso wie die „Fitmacher“ gesunde Ernährung.
Das „Kochatelier“ knüpfte an die „Fitmacher“ an und ergänzte diese. Anhand der Zubereitung bekannter Nahrungsmittel wie Bananen- Milchshakes, Müslikeksen und Paprika-Dips wurden deren Zutaten in Bezug auf Vorkommen, Verwendung sowie den Nährstoffgehalt besprochen. Während der Zubereitung nahmen die Kinder die Produkte mit unterschiedlichen Sinnen wahr und lernten, wie sich diese im Gegensatz zu „Fertigprodukten“ als gesunde Alternative einfach verarbeiten ließen.

 

 

 

 

Thème

Catégorie

  • Institutionelle
    Partner
  • Lycée International Victor Hugo
  • Schulen Partner der Zukunft
  • Deustche Auslandsschulen International
  • WDA
  • Consulat Général d'Allemagne Bordeaux