Deutsche Schülerakademie

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Im Sommer 2016 wurden eine Schülerin und ein Schüler der Klasse 11 der Deutschen Schule Toulouse ausgewählt, um an einem Kurs der Deutschen Schülerakademie teilzunehmen. Die Berichte finden Sie hier.

Die Schülerakademie Urspring 2016
„Die besten 16 Tage meines Lebens.“
So wird die Schülerakademie häufig von den Teilnehmern beschrieben, nur, was ist die Schülerakademie eigentlich?
An den Deutschen Schülerakademien werden verschiedene Kurse zu vielfältigen Themengebieten angeboten, von den Naturwissenschaften, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften über Ökonomie bis zu Musik. Die Kursleitenden sind dabei meist selbst noch am Studieren oder Arbeiten in den einzelnen Fachbereichen. Eine Akademie dauert insgesamt 16 Tage, die in den Sommerferien in einem Internat verbracht werden.

Dabei steht natürlich nicht nur die arbeitsintensive Kurszeit im Vordergrund, sondern es werden auch diverse Freizeitaktivitäten, die sogenannten KüAs, von den Teilnehmenden selber angeboten. Meine Schülerakademie fand im Internat Urspring, in der Nähe von Ulm, statt. Ich war dabei im Kurs 4.2 „Wahrscheinlichkeitsrechnung - Mathematik, Physik oder Philosophie?“
In meinem Kurs beschäftigten wir uns mit der Entwicklung der Wahrscheinlichkeitsrechnung anhand verschiedener Auffassungen des Begriffes Wahrscheinlichkeit in Texten der Mathematiker Czuber oder Laplace.
Darüber hinaus behandelten wir verschiedene mathematische Problemstellungen wie zum Beispiel das Sehenparadoxon von Bertrand. Zusätzlich gingen wir näher auf die Wahrscheinlichkeitsrechnung in der Erfahrungswelt ein und noch einige weitere Aspekte.
Auch die KüAs wurden bei uns wichtig genommen. Es gab eine Tiefschlaf-KüA, um das allgemeine Schlafdefizit nachzuholen, verschiedene Sportarten wie zum Beispiel Badminton, Joggen, Tischtennis, Tanzen, Hockey oder Fußball, ein Seuchen-Planspiel, einen Chor oder das Spiel Keep talking and nobody explodes und noch vieles mehr.
Der Chor war dabei die größte KüA mit geschätzten 60 Teilnehmern. Er fand in jeder Mittagspause ca. eineinhalb Stunden statt. Die innerhalb der zwei Wochen einstudierten Musikstücke wurden zum Abschluss bei einem öffentlichen Konzert zur Aufführung gebracht. Außerdem zeigten das Vocalensemble, das Orchester, die Band und Teilnehmer mit Soloauftritten ihr Können.

Das Besondere an einer Schülerakademie ist aber nicht nur dieses Angebot an Aktivitäten, das häufig bis weit nach 22 Uhr reichte, sondern vor allem das Gemeinschaftsgefühl der Teilnehmer. Da sich am Anfang der Akademie keiner kennt, wird automatisch eine große Gruppe gebildet und nicht, wie häufig in der Schule, kleine Gruppen. Auch sind sowohl die Kursleitenden als auch die Teilnehmer begeistert an den Themen und man zeigt anderen gerne Neues. Dieses Gefühl der Gemeinsamkeit wird verstärkt, da man 16 Tage permanent mit den Anderen zusammen ist und auch die ganze Freizeit mit ihnen verbringt.

Am Ende einer Schülerakademie besteht die schwierigste Aufgabe darin, die Teilnehmer voneinander wieder zu trennen, denn keiner möchte die anderen verlassen und danach in das „Akademieloch“ abgleiten. Um sich möglichst schnell wiederzusehen, werden vom CDE, d. h. dem Club der Ehemaligen, Treffen und kleinere Akademien organisiert.
Alles in allem sei gesagt, dass eine Deutsche Schülerakademie eine einmalige Erfahrung ist, die man unbedingt weiterempfehlen muss.

C.O., Schüler der Klasse 11 an der Deutschen Schule Toulouse


Die Deutsche Schülerakademie Braunschweig I
Vom 23.6. – 9.7.16 begeisterte mich das Arbeiten und Miteinander mit anderen Jugendlichen bei der Deutschen Schülerakademie in Braunschweig. In dem von mir ausgewählten Kurs 1.4 „Vom Schall zum Klang“ erlebte ich eine hoch motivierte Kursleitung und ebenso hoch motivierte Jugendliche, die Begeisterung versprühten. Dies ließ die sehr arbeitsintensive Zeit wie im Flug vergehen.
Der Kurs begann mit physikalischen Grundlagen. Dabei stellten wir fest, dass je nach Bundesland und Klassenstufe 10 oder 11 einige das Thema schon kannten, während für andere, wie auch für mich, alles neu war. Ferner befasste sich unsere Kursarbeit mit Bauakustik und mit der Funktionsweise von Mikrofonen und Lautsprechern. Zur Vertiefung  dieses Thema beschäftigten wir uns mit dem menschlichen Ohr und den Maßeinheiten für Schall.
Um die Auswirkungen, die Schall auf den Menschen hat, zu erfahren, wurde das Thema Psychoakustik ebenfalls behandelt und zum Schluss interessierten uns noch die verschiedenen Notationsweisen in der Musikgeschichte.
Die Begeisterung, die unsere Kursleitung für die gesamten Themen vermittelte, hatte auch uns erfasst. Es war nicht immer leicht, alles sofort zu verstehen, aber alle waren hoch motiviert und gemeinsam haben wir es immer geschafft. Ein Grund dafür dürfte auch die in größerem Umfang praktizierte Musik sein, die täglich morgens zum richtigen Wachwerden und mittags mit dem Chor auf dem Programm stand.
Unser Chorleiter aus Ungarn bereitete uns in den 2 Wochen gut auf unser öffentliches Kirchenkonzert am letzten Donnerstag vor. Es war kein Problem, den Chor nach den Stimmlagen zu trennen, da viele Kursteilnehmer im Chor mitwirkten. Ferner spielten viele Teilnehmer ein Musikinstrument im Orchester oder in der Band. Im Chor praktizierten wir vielseitige Musik wie z. B. Jazz-Kanons, afrikanische Musik und klassische Kirchenmusik.
Bei einem internen Konzert erlebten wir teilweise fast professionelle Darbietungen von Kursteilnehmern auf den mitgebrachten oder bereitgestellten Musikinstrumenten. Einige wirkten schon bei dem Wettbewerb „Jugend musiziert“ mit.
Für die Bewerbung zur Deutschen Schülerakademie ist es positiv, wenn man an einem Landes- oder Bundeswettbewerb, wie zum Beispiel „Jugend forscht“ oder „Jugend musiziert“ teilgenommen hat.
Jeder Tag, mit Ausnahme am Sonntag, begann um 8:30 Uhr mit dem Plenum, einer Versammlung aller Teilnehmer, den Kursleitenden und der Akademieleitung. Dabei wurde der Tagesplan vorgestellt, Geschehenes erzählt und wichtige Nachrichten vom letzten Tag vorgestellt. Abwechslung gab es durch einen Exkursionstag mit verschiedenen Wahlmöglichkeiten am ersten Dienstag. Meine Gruppe besuchte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Braunschweig, während andere Städte besichtigten oder Kanu fuhren.
Zur Halbzeit am zweiten Samstag hatten wir eine Rotation in den Kursen. Jeder Kurs hatte in 2er oder 3er Gruppen den anderen Kursen in Form von Referaten vorgestellt, was sie bisher gelernt hatten. Dadurch hatte jeder die Möglichkeit, auch etwas über die anderen Themen zu erfahren. Das abendliche Volleyballturnier an diesem Tag förderte zusätzlich das Kennenlernen der 93 Teilnehmer von den sechs Akademiekursen.
In der zweiten Woche begann die Dokumentation der Erkenntnisse, die überwiegend in der Freizeit gemacht werden musste. Jeder bekam Themen, für welche er eine Art wissenschaftliche Dokumentation  zu verfassen hatte. Unser Kurs arbeitete viel mit Formeln und deshalb haben wir das Programm LaTeX eingesetzt, bei welchem eine genaue Arbeitsweise erforderlich war. Die anfänglichen Schwierigkeiten mit diesem Programm haben wir gemeinsam gut gemeistert, da jeder hilfsbereit war. Auch unsere Kursleitenden haben für diese Dokumentationen teilweise Tag und Nacht gearbeitet, um zu korrigieren und das bestmögliche Ergebnis mit den Teilnehmern zu erreichen.
In der Freizeit wurden von den Teilnehmern kursübergreifende Aktivitäten angeboten. So nutzte ich die Gelegenheit etwas zu erfahren über Chinesisch und Altgriechisch und frischte meine Kenntnisse beim Erste Hilfe Kurs auf. Sportliche Aktivitäten und noch viele andere Themen wurden angeboten.
Für mich war es eine wunderschöne Zeit, die ich nicht missen möchte, obwohl sie sehr arbeitsintensiv war.

V.O., Schülerin der Klasse 11 an der Deutschen Schule Toulouse

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