Das Bonsai-Projekt – Ein Computer mit Minimalkonzeption

Deutsch

In einer Zeit, in der Computer aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sind und dabei immer komplexer werden, stellt der innere Aufbau und die Funktionsweise einer solchen Maschine für die meisten Menschen ein zunehmend großes Rätsel dar. Dabei hat sich, abgesehen von der Leistungsfähigkeit und Miniaturisierung, am Grundprinzip eigentlich nichts geändert. Im Kern steckt der Prozessor, und der funktioniert nach wie vor nach dem Grundprinzip einer von-Neumann-Maschine. Zu einer technischen Allgemeinbildung und damit zu einem zeitgemäßen Informatikunterricht gehört die Auseinandersetzung mit der Funktion und dem Aufbau eines Prozessors. Am besten lernt man dessen Funktionsweise durch den Eigenbau eines Computers auf der elementarsten Maschinenebene  kennen. Der Bonsai Lehrcomputer wurde vom Hohenstaufen Gymnasium in Kaiserslautern entwickelt und stellt einen eigens  zu Lehrzwecken entworfenen Minimalprozessor dar, daher auch sein Name. In übersichtlicher Form enthält der Bonsai alle wichtigen Elemente wie Register, Speicher, Rechenwerk, Steuerwerk Ein/Ausgabeeinheit und Taktgeber, Daten und Adressbus. Der Informatikkurs der Klassen 11/12 Deutschen Schule Toulouse hat nun diesen Computer im Laufe des Schuljahres 2012/13 nachgebaut. Im Verlauf des Projekts mussten wir  viele Einzelschritte und Techniken durchführen und dabei zahlreiche Probleme lösen: Vom Beschaffen des Materials, dem Ätzen der Platinen, dem Bestücken und Löten und dem Zusammenbau und Test. Am Schluss stand der fertige Lehrcomputer auf dem Tisch. Die gemeinsame Erfahrung nach dem Motto: „der Weg ist das Ziel“ hat dabei für alle Teilnehmer Erkenntnis und Zufriedenheit gebracht.

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